Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Die Blasmusik im Dreiklang

140 Musiker kommen in der Unterkochener Sporthalle zusammen – Blasmusikparade als Publikumsmagnet

Vibrierende Stimmung, Blasmusik quer durch alle Genres und ein Publikum, das begeistert mitgeht. „Das ist schon eine ganz besondere Veranstaltung“, sagt der Dirigent des Musikvereins Jagstzell, Klaus Prochaska, über die Unterkochener Blasmusikparade.

Insgesamt 140 Musikerinnen und Musiker haben für ein tolles Blasmusikereignis in der Unterkochener Festhalle gesorgt. (Foto: ls)

Der Musikverein Unterkochen hat zur Neuauflage der beliebten Blasmusikparade eingeladen. Außer den Musikerinnen und Musikern von der Jagst und dem gastgebenden Musikverein unter Leitung von Werner Wohlfahrt sind die Original Härtsfelder Musikanten mit Dirigent Hermann Rupp in die Festhalle gekommen.

„Musikalische Kostbarkeiten im Dreiklang.“ So kündigt der Vorsitzende des Musikvereins Unterkochen, Christoph Kaiser, die Parade an. Es folgen drei Stunden Blasmusik. Zuerst aber sind die „Turmbläser“ aus Dewangen dran, die gar nicht auf dem Programm stehen und die Gäste aus nah und fern beim zünftigen Vesper unterhalten. Es ist angerichtet für eine facettenreiche musikalische Soiree mit Walzer, Polka und tempogeladener Marschmusik.

Schon der Einmarsch ist stimmungsgeladen. Der Musikverein Jagstzell betritt die Halle mit den Klängen von „Crans Montana“, der hiesige Musikverein serviert den „Schönfeld-Marsch“, die Dorfmerkinger Musikanten setzen mit dem Marsch „Arosa“ ein Sahnehäubchen obendrauf. Mittendrin in der Halle – das Publikum hat sich erhoben – gibt es eine Laudatio aufs schöne Land Tirol im Massenensemble.

Musik aus Kino und TV hat sich der Musikverein Jagstzell, der jüngst beim Kreisverbandsmusikfest im Wertungsspiel des konzertanten Bereichs die Note „sehr gut“ und in der Marschmusik die Bestnote „hervorragend“ erreicht hatte, ins Notenblatt geschrieben. Die Jagstzeller unterstreichen ihren guten Ruf mit einem herrlichen Medley um Bugs Bunny und die Sendung mit der Maus. Ein Ohrenschmaus ist die Westernmusik von Sergio Leone mit einem gleichsam ausladenden wie differenzierten Spannungsbogen und konzertierter Note.

Der Musikverein Unterkochen ist angetreten, um ein Überraschungspaket mit bekannten Ohrwürmern zu bieten. „Gern gehört, viel verlangt“, lautet das Motto. Mit seinen hervorragend intonierten Beiträgen trifft er punktgenau den Geschmack des Publikums.

„Volles Rohr böhmisch“ heißt die Parole, als der Musikverein Original Härtsfelder Musikanten Dorfmerkingen auf dem Podium Platz nimmt. Musik, die den Härtsfeldern auf den Leib geschrieben ist und die ihnen jüngst beim Wertungsspiel mit klassischer Egerländer Besetzung in der Höchststufe das Prädikat „hervorragend“ eingebracht hat. Die „Bodensee-Polka“ und die „Sommerfest-Polka“ wird den nicht mit Applaus sparenden Besuchern serviert. „Ohne Lieder geht es nicht“ wird schwungvoll präsentiert, Höhepunkt ist sicherlich der „Böhmische Traum“. „Die Blasmusikparade hat einfach ein tolles Image“, resümiert Christoph Kaiser.

Lothar Schell, Schwäbische Post


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