Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Blasmusikmarathon begeistert

Blasmusikparade in der Unterkochener Sporthalle mit drei Musikvereinen aus der Region

„Es war eine überragende Blasmusikparade, man konnte dies an der Resonanz des Publikums leicht ablesen“, freute sich der Vorsitzende des Musikvereins Unterkochen Christoph Kaiser nach einem vierstündigen, echten Marsch-, Polka- und Unterhaltungsmusik-Hammer.

Der Musikverein Dalkingen hatte diesmal Solisten mitgebracht, die beim Publikum besonders gut ankamen.Lupenrein intonierten sie Lieder wie „One moment in time“. (Foto: ls)

Nichts ist kopiert, immer sind andere Vereine zu Gast und immer wieder ist man erstaunt, welche Ausflüge in alle Genres der Musikliteratur die beteiligten Vereine bieten. „Endlich sind die Dalkinger wieder da“, sagt einer am Tisch. Die Dalkinger mit ihrem Routinier Kurt Sturm am Regiepult mischen nach dem Einmarsch und dem gemeinsam intonierten Marsch „Marsch der Medici“ die Stimmung gleich richtig auf. Und sie haben als besonderes Schmankerl überragende Solisten mitgebracht, was die Leute besonders mögen.

Das Sahnehäubchen obendrauf serviert dabei Regine Sturm, die Tochter des Dirigenten, die die Herzen der Besucher mit ihrer voll-timbrierten Stimme im wahrsten Sinne des Wortes im Nu erobert. „One moment in time“, klasse Sound, lupenrein intoniert und mit ganz viel Ausdruck. Kaum enden wollender Beifall, als sie zusammen mit Barbara Helmle im Duett mit dem Ohrwurm „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ auf den Spuren von Andrea Berg wandelt. Blasmusik ist in Dalkingen Familiensache, dies beweist Barbara Helmle mit ihrem Onkel Karl Helmle im folkloristischen Ohrwurm „Egerland-Heimatland“. Blasmusik macht Freu(n)de, haben die Dalkinger Musikerinnen und Musiker ihren Part getitelt. Beides trifft zu und beim „Mährischen Feuer“ versetzt „Direx“ Kurt Sturm seine Eleven auf Galopp-Höchststufe.

Von „Buaba ond Mädla“ berichtet der Musikverein Unterkochen mit facettenreichen Polkas, Märschen und einer Hommage an Schlagerlegende Connie Francis. Und weil das eben so richtig gut passt, darf die kleine Sarah, Töchterchen von Dirigent Werner Wohlfahrt, zum Einstieg auf Papas Arm beim Juventas-Marsch den Stab schwingen. Die Unterkochener transponieren jene technische Brillanz, die Jahr für Jahr bei der Blasmusikparade ans Ohr der Besucher gebracht wird. Ein besonderes Highlight ist das Robbie-Williams-Medley.

Der blasmusikalische Spannungsbogen ebbt auch im dritten Part nicht ab. Im Gegenteil, die Musikerinnen und Musiker aus Wißgoldingen unter Leitung von Martin Papst geben unter dem Motto „Der Stuifen groovt“ noch einen drauf. Mit einer „Starparade“ geht´s los, zwischendrin die „Gablonzer Perlen“ als Kontrapunkt und bei der Karlspolka sind die Gäste aus Wißgoldingen so richtig in ihrem Element.

Bis nach Mitternacht werden die Besucher in der Sporthalle blasmusikalisch verwöhnt.

Lothar Schell, Schwäbische Post


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