Musikverein Unterkochen   

 
 
 

120 Musiker hauen nicht nur auf die Pauke

Fröhliche Blasmusikparade in der voll besetzten Sporthalle Unterkochen

„Musik verbindet“ – unter diesem Motto ist die Blasmusikparade in der voll besetzten Sporthalle in Unterkochen gestanden. Die drei beteiligten Musikkapellen legten sich vehement ins Zeug, Märsche und vor allem Polkas prägten die musikalische Szenerie, und das Publikum klatschte immer wieder rhythmisch mit. Es war ein fröhlicher volkstümlicher Abend.

Der Musikverein Unterkochen unter der Leitung von Werner Wohlfahrt war eines von drei Orchestern bei der Blasmusikparade. (Foto: Edwin Hügler)

Schon der Einmarsch der Werkkapelle Spießhofer und Braun aus Heubach, des Musikvereins „Egautal“ aus Dattenhausen und des Musikvereins Unterkochen bot ein imposantes Bild. Gemeinsam intonierten die rund 120 Musiker unter der Leitung von Werner Wohlfahrt den schmissigen „Bozner Bergsteigermarsch“.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Musikvereins Unterkochen, Thomas Schäffauer, trat als erste Musikkapelle die von Magnus Barthle dirigierte Werkkapelle aus Heubach in Aktion. „Musik ist Trumpf“ hieß die Devise, und so ließen die Musiker einem Hit auf den nächsten folgen. Neben „Fliegermarsch“ und „Pusztazauber“ gab es unter anderem „Heute ist ein schöner Tag“ mit viel Gesang, ein Medley lateinamerikanischer Jazzstücke, den vom Heubacher Werner Fritsch komponierten Walzer „Heubach unterm Rosenstein“, den „Alten Dessauer“ mit seinem fulminanten Trompetensolo, den „Gruß an Böhmen“ und zum Abschluss „Die Fischerin vom Bodensee“. Dabei bewegte sich eine Polonaise durch die Sporthalle.

In hervorragender musikalischer Form zeigte sich auch der Musikverein Unterkochen unter der Leitung von Werner Wohlfahrt. Durch eine Crowdfunding-Aktion konnten vier neue Pauken für die Musikkapelle finanziert werden – voller Stolz präsentierten die Musiker unter dem Motto „Wir hauen auf die Pauke“ ihre neuen Instrumente. Bei „Follow the beat“ ließ man es gehörig krachen, und Markus Blumenschein entfachte einen furiosen Paukenwirbel. In dieses Genre passten auch die Jive-Hits und mehrere Märsche. Doch die Kapelle widmete sich auch den leiseren Tönen, spielte elegant „Alia amare“ und „Can’t take my eyes off of you“, bevor das Blasorchester mit Evergreen aus dem Singspiel „Im weißen Rössl“ das Publikum begeisterte.

Ganz der böhmisch-mährischen Volksmusik verschrieben hat sich der Musikvereins „Egautal“ aus Dattenhausen unter der Leitung von Andreas Westhauser mit seinen „Bayerischen Schmankerln“. Untermalt mit viel Gesang hieß es „Grüß Gott, ihre Freunde“, die „Böhmische Liebe“ ließ im gepflegten Polka-Takt grüßen, das vom Unterkochener Alexander Stütz komponierte „Herbstgold“ erstrahlte in spielerischem Glanz und bei „Freud und Leid“ hilft ein „Hopfenreißer“. Mit der „Vogelwiese“ und „Kannst du Knödel kochen“ endete eine Blasmusikparade, die den beteiligten Musikern und den Zuhörern sichtlich großen Spaß gemacht hat.

 

Edwin Hügler, Aalener Nachrichten


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