Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Eine Blasmusik-Geburtstagsparade vom Feinsten

Das Publikum in der Sporthalle war vom blasmusikalischen Genre der Musikvereine Unterkochen und Dewangen sowie von der Kochen Clan Pipe-Band hingerissen. Anton Schurr servierte Anekdoten durch die Hintertür.

Die Kochen Clan Pipe Band hat sich vor der Bühne aufgebaut mit ihren typischen Instrumenten. Im Hintergrund die Musiker des gastgebenden Musikvereins Unterkochen. Fotos: ls

Einen erfrischend bunten Mix aus blasmusikalischer Folklore auf hohem Niveau und schottischer Dudelsack-Musik erlebten die Besucher in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Sporthalle. Eine besondere Blasmusikparade – die Kochen Clan Pipe Band feierte den zwanzigsten, der Gastgeber vom Musikverein Unterkochen den siebzigsten und der Musikverein Dewangen, der bereits beim fünfzigjährigen Jubiläum Patenkapelle war, intonierte in bestechender und fetziger Weise das Jubiläumsglück.

Die eingestreuten Reden und Grußworte störten nicht, waren eher das Sahnehäubchen obendrauf. Würdig der Einmarsch der drei Protagonisten, mit einer musikalischen Laudatio auf die schottischen Highlands inklusive. „Farewell to Gibraltar“ intonieren die drei Vereine, ausdrucksstark, den „rauen Wind“ im Rücken mit einem mächtigen Accelerando. Die Kochen Clan Pipe Band mit ihrem Pipe Mayor Holger Weidner steigt mit „The Rose of Allandale“ ins musikalische Geschehen ein, ein Sound, der inzwischen auf der Ostalb so beliebt geworden ist. Mit „Musica gloriosa“ antworten die Unterkochener Gastgeber mit ihrem Dirigenten Werner Wohlfahrt. „Die beiden Geburtstagsvereine haben eine hochklassige Qualität“, sagt Ortsvorsteherin Heidi Matzik. Der Musikverein Unterkochen beherrsche alle Facetten gehobener Blasmusik und in punkto Gemeinschaftsgefühl ergänze man sich mit der Kochen Clan Pipe Band, die mit zwanzig Auftritten pro Jahr aus dem kulturellen Leben nicht mehr wegzudenken sei.

Die „etwas andere Blasmusikparade“ lebt vom bunten Mix. Ein Ohrenschmaus ist der gemeinsame Auftritt der Wohlfahrt-Truppe und der Dudelsack-Akteure, deren helle Spitzen zusammen mit dem fabelhaften Background der Blasmusiker einen bestechenden Spirit in die Sporthalle bringen. Mit ihm Boot ist auch die Narrenzunft „Bärenfanger“, die den Service nicht minder gut beherrschen wie die Musiker ihr Metier.

„Die beiden Geburtstagsvereine haben hochklassige Qualität.“ (Heidi Matzik, Ortsvorsteherin von Unterkochen)

Der Vorsitzende des Blasmusikverbands Ostalb Hubert Rettenmaier, der selbst 35 Jahre beim hiesigen Musikverein erfolgreich mitgemischt hat, sagt: „Die Gemeinde kann stolz sein, auch mit dem Nachwuchs ist alles im Lot.“ Er würdigt Macher wie Anton Schurr, Hermann Bauer, Hermann Joas, Rudolf Merz und Karl Armin Funk, die Paradebeispiele für exzellente Vereinsarbeit seien. Die „Vajorska-Polka“ unterstreicht mit Register-Reichtum und originellen Interims die Jugendhaftigkeit der Wohlfahrt-Eleven. Anton Schurr, dem hochverdienten Altvorderen, der noch heute mit Lust und Laune die Reihen der Unterkochener Blasmusiker bereichert, plaudert aus dem Nähkästchen und taucht mit seinen Anekdoten ein in die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Musikvereins Unterkochen. Das Publikum ist begeistert, der knitze Anton, wie man ihn in Unterkochen liebt und schätzt.

Das folgende Dreier-Konzert hat es in sich. Die „Pipers“ laudieren die schottischen Highlands, der Musikverein Unterkochen wandelt zwischen „Hawaii Five-0“ und einem lustvoll vorgetragenen Party-Mix. Voll ins Jubiläumsglück hinein entführen schließlich die Gäste aus Dewangen unter dem Dirigat von Harry Weingart. Unter die Haut geht das „Besame Mucho“ und der „Meraner Herbstzauber“ und „Heimatliebe“ unterstreichen all das, was an diesem beglückenden Abend den roten Faden macht: Die Liebe zur Blasmusik, die im Dreierpack viele Herzen weit aufgestoßen hat.

Einmarsch des Musikvereins Dewangen.

 

Die Gastgeber vom Musikverein Unterkochen.

 

Anton Schurr mit seinen Erinnerungen

 

 

 

 

 

Lothar Schell, Schwäbische Post


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