Musikverein Unterkochen   

 
       
 

Vereinschronik


1948 – Gründung
Der Musikverein Unterkochen entstand aus der katholischen Jugend Unterkochen, der „katholischen Schwabenjugend“ unter dem damaligen Kaplan Zodel.
Auf den Fahrten der Jugend hatten der spätere Dirigent Josef und sein Bruder Anton Rettenmaier ihre Trompeten mit im Gepäck begleiteten manche Stunde am Lagerfeuer und Gebete musikalisch. Der Funke sprang schnell auf die anderen Reiseteilnehmer über und so beschloss man, eine Musikkapelle zu gründen.
Die notwendige Unterstützung bekamen die Jugendlichen von Kaplan Zodel, der sich um Instrumente oder Geld für die Beschaffung der Instrumente bemühte. Joseph Rettenmaier brachte dem Nachwuchs das Musizieren bei.
Erste gemeinsame „Auftritte“ waren die Gottesdienste am Christ-Königs-Fest und Weihnachten.

1950 – Aufgabenerweiterung
Ab dem Jahr 1950 kamen neben den kirchlichen Anlässen wie Gottesdienste und Prozessionen auch die musikalische Umrahmung von Hochzeiten, Gartenfesten, des Kinderfestes und der Sportfeste auf Dekants- und Diözesansebene dazu.

1952 – Romfahrt
20 Musiker traten die Reise in die italienische Hauptstadt an. Die Kapelle durfte mit Genehmigung des Vatikans als erste Blaskapelle am Petrusgrab im Petersdom spielen.

1956 – Führungswechsel
Mitbegründer und Förderer Kaplan Zodel verließ die Gemeinde, die Kapelle wurde vorläufig von Josef Rettenmaier weitergeführt.

1959 – Erste Vollversammlung
Am 7. August 1959 fand die erste Vollversammlung mit Wahlen statt.
Dirigent: Josef Rettenmaier
Der Kapelle gehörten damals 21 aktive Musiker an, 3 Jugendliche waren noch in Ausbildung.

1964 – Umbenennung
Umbenennung der kath. Schwabenjugendkapelle in „Schwabenkapelle Unterkochen“.

1969 – Erstes Steinbruchfest
Um die finanzielle Situation etwas aufzubessern wurde am 28. und 29. Juni 1969 im „Kronenwirts-Steinbruch“ an der Ebnater Strasse erstmals ein vereinseigenes Gartenfest abgehalten – das STEINBRUCHFEST, das bis heute jedes Jahr traditionell gefeiert wird.

1970 – erster Auftritt in neuer Uniform
Beim Unterkochener Kinderfest am 20. Juni 1970 wurde die neuen Uniformen bestehend aus blauer Jacke, hellgrauer Hose, weißem Hemd und weinroter Krawatte vorgestellt.

1973 – Eintrag ins Vereinsregister
1972/73 wurde eine Vereinssatzung ausgearbeitet, die am 27. April 1973 unter dem Namen „Schwabenlandkapelle Unterkochen e. V.“ in das Vereinsregister beim Amtsgericht Aalen eingetragen wurde.

1978 – 30-jähriges Jubiläum
42 öffentliche Auftritte im Jubiläumsjahr 1978

1988 – 40-jähriges Jubiläum
Eingebettet in die Unterkochener Sommertage wurde am 19. Juni 1988 das 40-jährige Jubiläum des Musikvereins gefeiert. In einem feierlichen Gottesdienst wurde die neue Vereinsfahne durch den Mitbegründer Pfarrer Zodel geweiht. Ein Festzug mit 36 Gruppen, darunter 27 Musikkapellen bildeten am Nachmittag eine beeindruckende Werbung für die Blasmusik. Im Festzelt übernahmen befreundete Musikkapellen das Programm. Ein Feuerwerk über dem Kocherursprung und der „Große Zapfenstreich“ beendeten den Festtag.

1989 – Konzertreise nach Triest
Vom 30. Juni bis 2. Juli unternahm der Musikverein Unterkochen eine Konzertreise nach Triest. Drei Konzerte am Castell Miramare, im Stadtteil Muggia und auf dem Rathausplatz begeisterten das italienische Publikum.

1991 – Erste Blasmusikparade
Am 5. Oktober veranstaltete der MVU die erste Blasmusikparade in der Sporthalle. Zum gelungenen Programm trugen neben dem Gastgeber die Musikvereine Ebnat, Neuler und Dalkingen bei.

1993 – Verdienstkreuz für Josef Rettenmaier
In einer Feierstunde wurde Mitbegründer und Ehrenmitglied Josef Rettenmaier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

1994 und 1995 – Letzte Ehre für H. Pfarrer Zodel und Josef Rettenmaier
Am 7.04.1994 verstarb Mitbegründer und Ehrenmitglied H. Pfarrer Zodel. Ihm zu Ehren wurde ein Gottesdienst in der Marienwallfahrtskirche abgehalten. Ein Jahr später am 24.11.1995 erwiesen die Musiker Mitbegründer Josef Rettenmaier die letzte Ehre.

1995 – Gründung einer eigenen Musikschule
Um den Musikernachwuchs besser zu fördern wurde eine vereinseigene Musikschule gegründet.

1998 – 50-jähriges Jubiläum
Das Jubiläumsjahr wurde im April mit einem Jubiläumskonzert eingeläutet. Vom 5. – 7. Juni 1998 stand dann das eigentliche Festwochenende unter anderem mit einem Festgottesdienst in der Marienwallfahrtskirche und einem Jubiläumsfestzug, an dem 52 Gruppen und befreundete Musikvereine teilnahmen, auf dem Programm.

Im August (1.-2.08.98) stieg die erste „Hocketse“ des MVU in der Sporthalle und am 22. November beschloss ein Kirchenkonzert das Jubiläumsjahr.

1999 – Vorstandswechsel
Hubert Rettenmaier wurde bei der Jahreshauptversammlung am 23.04.99 zum neuen 1. Vorstand ernannt und löste damit Anton Schurr nach 19 Jahren ab.

2003 – Erstes „Notenblättle“
Gute Neuigkeiten! Im März 2003 entstand die erste Ausgabe des „Notenblättle“. Ab diesem Zeitpunkt sind die aktiven und vor allem passiven Mitglieder des Musikvereins Unterkochen immer auf dem neuesten Stand der Vereinsangelegenheiten.

2005 – Blasmusik-for-fun-Party
Erstmals findet am Steinbruchfest die Blasmusik-for-fun-Party statt. Am Samstagabend bilden der Musikverein und zahlreiche Mitmusiker aus der Region ein großes, buntes Gemeinschaftsorchester, bei dem der Spaß am gemeinsamen Musizieren im Vordergrund steht.

2006 – Dirigentenwechsel, erste Johannis-Serenade
Bei der Jahreshauptversammlung am 17.03. wurde der neue Dirigent Werner Wohlfahrt vorgestellt.

Nach 25 Jahren (darunter auch 19 Jahre als Vorstand) gab Anton Schurr am 29.04. offiziell den Dirigentenstab an Werner Wohlfahrt ab. Ein tolles Konzert „Antons Dirigentenfinale“ in der bis auf den letzten Platz besetzten Unterkochener Sporthalle bereitete einen schönen Abschied für den langjährigen Dirigenten Anton Schurr.

Sein Nachfolger stellt sich am 24.6. mit der Johannis-Serenade dem Publikum vor.

2007 – Bundesmusikfest in Würzburg
Vom 18. bis 20. Mai erlebt der MVU ereignisreiche Tage. Neben dem „mit sehr gutem Erfolg” abgeschlossenen Wertungsspiel standen ein Platzkonzert und natürlich die Begegnung mit Musikkameraden aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus auf dem Programm. Bei der Abschlussveranstaltung mit Bundespräsident Horst Köhler und dem damaligen Ministerpräsident Edmund Stoiber auf dem Platz vor der Würzburger Residenz fanden sich tausende Musiker zum Massenchor und dem anschließenden Festzug zusammen.

2008 – 60 jähriges Jubiläum
Das 60 jährige Jubiläum des Musikvereins wurde erstmals auf dem Festgelände am Kocherursprung gefeiert. Mit eingebettet in die Feierlichkeiten war das 10 jährige Jubiläum der Kochen-Clan-Pipe Band. Erstmals wurden auf dem großzügigen Festgelände die sog. Highland Games ausgetragen. In mehreren Kraft- und Geschicklichkeitsdisziplinen wurden die jeweiligen Meister auserkoren.

2011 – Vorstandswechsel
Eine große Zäsur im Vereinsleben stellte der Vorstandswechsel dar. Nach 12 Jahren Vorstandstätigkeit trat der langjährige aktive Musiker Hubert Rettenmaier sein Amt an Christoph Kaiser ab.

2012 – Wertungsspiel Schechingen
Am 22. April stellte sich der Musikverein einer kritischen Jury beim Wertungsspiel in Schechingen. In der Kategorie 3 (mittlerer Schwierigkeitsgrad) errang der Musikverein mit den Stücken „Choral and Rock out“ und „Columbus“ das Wertungsspielergebnis sehr gut!

2013 – Teilnahme am Bundesmusikfest in Chemnitz
Bei einem schönen Platzkonzert an der Straße der Nationen sowie beim Festumzug konnte sich der Musikverein einem großen Publikum präsentieren.

Dies waren nur die grundlegenden Ereignisse der vergangenen 65 Jahre. Natürlich gab es fast jedes Jahr Frühjahrskonzerte, Blasmusikparaden, Kirchenkonzerte, das traditionelle Steinbruchfest, Konzerte bei und mit befreundeten Musikvereinen, zudem die Mitgestaltung der kirchlichen Hochfeste wie Ostergottesdienste und Weihnachtsgottesdienste oder die musikalische Umrahmung von Maiandachten, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. Traditionelle Ereignisse wie das „Spielen der Tagwache“ am 1. Mai gehören ebenfalls zum alljährlichen Programm des Musikvereins Unterkochen.