Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Triumphmarsch in der Festhalle Unterkochen

Der Musikverein Unterkochen begeisterte seine Gäste beim Frühjahreskonzert mit klassischen Stücken und aktuellen Hits

Das diesjährige Motto „Von der Theaterbühne in den Konzertsaal“ versprach schon laut Programmheft einen unterhaltsamen Abend. Und den gab es am Samstag auch. Der Musikverein Unterkochen hatte zum Frühjahrskonzert geladen und in der Festhalle herrschte reges Treiben und ausgelassene Stimmung. Wegen des großen Andrangs mussten in der Halle sogar zusätzliche Stühle aufgestellt werden.

Ihr Liebe zur Musik zeigten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Unterkochen sowohl bei Werken der Klassik als auch bei moderneren Arrangements und Musical-Kompositionen. (Foto: Peter Hagenender)

Es war gewiss die Liebe zur Musik, die so zahlreich die Freunde des Unterkochener Musikvereins in die Festhalle lockte. Aber vielleicht kam der ein oder andere auch noch spontan dazu, weil das Wetter keinen Anlass zu Aktivitäten im Freien geboten hatte. Den Auftakt des Konzertes gestaltete der Bläserspielkreis unter der Leitung von Heidi Morcinietz. Die Eröffnung mit „Rolling in the deep“ von Adele, in dem es um eine Abrechnung mit einer bestimmten Person geht, war allerdings nicht der rote Faden, der sich durch den Abend zog. Denn der soll keine Abrechnung sondern viel mehr eine Präsentation der musikalischen Leistungen der Jungmusiker und des gesamten Vereins sein. Die wurden auch gebührend gewürdigt: Im Anschluss an „Accidentally in love“ und „Party Rock Anthem“ forderten die Besucher schon die erste Zugabe des Abends.

Danach galt es Platz zu machen für das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Manuela Kraut. Die Musiker überzeugten das Publikum mit Spielfreude und Leistungsbereitschaft ebenso wie ihre Vorgänger. Von Lady Gaga’s „Just Dance“ über „Clocks“ der Rockgruppe Coldplay zu „21 Guns“ von Green Day, bei dem es um die Anzahl der Salutschüsse beim Ehrenbegräbnis in den USA geht, die Interpretationen der Hits überzeugten die Besucher in der Festhalle. Die Umsetzung moderner Musik mit orchestraler Interpretation fand bei allen Altersstufen großen Anklang. Um das Gefühl zu explodieren, sich in der Disco ganz seinen Gefühlen hinzugeben, geht es bei „Dynamite“ von Taio Cruz. Auch hier verlangten die Besucher eine Zugabe, die gewährt wurde.

Danach übernahm Dirigent Werner Wohlfahrt mit dem Musikverein die Plätze auf der Bühne. Nachdem der Abend anfänglich vorwiegend der modernen Musik gewidmet war, erklangen unter dessen Leitung die Werke eher klassischer Komponisten aus Oper, Operette und Musical. Mit der „Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart nahmen die Musiker die Ouvertüre hieraus zum Anlass, den ganzen Raum auf monumentale Klangwelten vorzubereiten. Der „Kriegsmarsch der Priester“ aus „Athalia“ von Felix Mendelssohn Bartholdy ertönte trotz des düsteren Inhalts vom Blutvergießen und Gefangenschaft ruhig und triumphal. Durch Erläuterungen von Anna-Lena Bareiter und Philipp Zoller, die dem Publikum die einzelnen Stücke auf sehr anschauliche und unterhaltsame Art und Weise näher brachten, ging die Reise weiter mit dem Pilgerchor aus Richard Wagners „Tannhäuser“. Nach der Pause erschien dann „Orpheus aus der Unterwelt“ von Jaques Offenbach, ehe im Anschluss daran wieder ein zeitgenössisches Musikstück das Programm vorantrieb: „Nessaja“ von Peter Maffay, aus dem Musical „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ führt in die musikalischen Welten des Musicals ein. Gefolgt und auch hier mit begeistertem Applaus bedacht, erhob sich „Mary Poppins“ in einer Auswahl der beliebtesten Lieder aus dem Musical daraus in die Lüfte. Mit dem „Triumphmarsch“ aus Verdis Oper „Aida“ und einem Auszug aus Franz Lehar‘s Operette „Die lustige Witwe“ endete dieser musikalische Reigen nach Andrew Lloyd Webber’s Musical „Evita“ mit donnerndem Applaus, Zugaben und einem begeisterten Publikum.

Uwe Glowienke, Schwäbische Post


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