Musikverein Unterkochen   

 
 
 

70 Jahre und immer noch sehr rüstig

Der Musikverein Unterkochen zeigt bei seinem Frühjahrskonzert eine große Bandbreite. Walter Weiland und Werner Schäffauer wurden dabei geehrt und verabschiedet.


Der Musikverein Unterkochen hat mit einem hochwertigen und unterhaltsamen Konzert sein Publikum begeistert. Foto: glo

„Es wird kein besonderes Jubiläumsevent in diesem Jahr geben“ sagte Werner Wohlfahrt, Dirigent des Musikvereins Unterkochen vor dem Frühjahrskonzert am Samstag in der Festhalle auf Nachfrage. Es wird im Jahreslauf zum 70-jährigen Bestehen dafür die ganze Bandbreite der Vereinsmusik vorgestellt und konzertante Musik bei verschiedenen Anlässen zu hören sein.

Das ganze Jahr wird sich auf die 70 Jahre Musikverein beziehen, ohne dass es ein besonderes Motto geben wird. Wozu auch, denn der MV Unterkochen macht einfach dass, was er am besten kann: gute Musik aus einem breit gefächerten Repertoire. Das bewiesen die Musikerinnen und Musiker schon mal beim Konzert in der Festhalle.

Eingeleitet von den Jüngsten aus dem Bläserspielkreis mit Sarah Rieger am Pult, die mit der Musik zu einem südamerikanischen Tanz eröffneten, verlief der Abend in einem rasanten Tempo durch verschiedene Genres und Zeiten.

Nach dem Cup-Song, wo einige der Jungmusiker mit Plastikbechern den Takt angaben und der folgenden geforderten Zugabe nahm das Nachwuchsorchester unter dem Dirigat von Werner Wohlfahrt auf der Bühne Platz.

Verschiedene Stücke, die er mit den Jugendlichen einstudiert hatte, sorgten ebenfalls bei den Gästen für viel Beifall und Zugabe-Rufen. Ein Medley von Coldplay, Trommelspiel und Schwerterklirren bei den „Celtic Moments“ und der Landung der Apollo 11 zeigten, wie groß der musikalisch-geografische Radius des Unterkochener Musikvereins ist.

Das aktive Orchester, ebenfalls unter dem Dirigat von Werner Wohlfahrt, begann im offenen Raum mit dem Stück „Apertum“, das dieses sich Befreien, in den Himmel hinein spielen, ausdrückt.

Mit den für die Wertungsspiele in Gschwend am 5. Mai einstudierten und nun zur Generalprobe vorgetragenen Stücke „Choreographie“ von Robert Sheldon und „In aller Kürze“ von Thomas Asanger punktete das Orchester beim Publikum, was schon mal ein gutes Zeichen sein dürfte.

Mit dem „Florentiner Marsch“ ging es in die Pause. Vorher wurden Walter Weiland nach 66 Jahren als Musiker und Werner Schäffauer, der bereits im vergangenen Herbst, nach 55 Jahren, aufgehört hatte, verabschiedet.

Gestärkt ging es dann in der Filmwelt weiter. Mit „Theme from Shaft“ und „Backdraft“ erst mal ziemlich turbulent und actionreich, dann bei Michael Jacksons „Thriller“ mit tänzerischen Darbietungen von „B-Xplosion“, der Showtanzgruppe der Narrenzunft Bärenfanger.

Nach der Hommage an Leonard Bernstein, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, dem „Astronautenmarsch“ von Josef Ullrich und Karel Hulak´s „Brinpolka“ verabschiedete sich der Musikverein Unterkochen schließlich mit Zugabe von seinem treuen Publikum.

 

Uwe Glowienke, Schwäbische Post


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