Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Feucht-fröhliches Dudelsackfieber

Der Musikverein Unterkochen punktet zum fünften Mal mit einem keltischen Gartenfest

Sie werfen Gummistiefel, spielen Dudelsack oder tragen Baumstämme: Verschiedene Clans trafen sich am Wochenende in Unterkochen bereits zum 5. Mal, um bei den Highland Games gegeneinander anzutreten. Beim Tauziehen war der Clan „Fire Mac Out“ mit Abstand der stärkste und schnellste Trupp. Beruhigend, denn es war die Unterkochener Feuerwehr.

Die wackeren Kämpfer in ihren Schottenröcken gaben alles beim Tauziehen. (Fotos: sus)

Feucht wurde es bei vielen nicht nur von innen, denn die authentische Beigabe zum großen Event war der Regen. Aber wie Mel Gibson schon in seinem Klassiker „Brave heart“ treffend formulierte: „Ist doch gutes schottisches Wetter. Der Regen fällt fast lotgerecht, nur leicht zur Seite geneigt.“

So fiel der Regen nicht nur am Samstag, nein auch am Sonntag – im großen Festzelt rückte man zusammen. Richtige Schotten mögen ihn eben, den Niederschlag.
Niedergeschlagen wurden so ziemlich alle von den Schweizern. Die gaben alles und zwar erbarmungslos. Egal ob beim Baumstammtragen, Tauziehen, Fassrollen, Gegner schubsen oder Steinewerfen – die Jungs mit dem Clan-Namen „Beetroot“ lagen vorn. Sie waren bereits zum zweiten Mal dabei und kämpften sich in diesem Jahr auf Platz eins.
Den ersten Platz bei den Einzelkämpfen, wie dem Baumstammwerfen, holte auch ein Schweizer: Lorenz Werner. Den zweiten Platz im Einzel holte Stefan Cordes von den Mac Maniacs und den dritten Platz, und das war eine Sensation, holte der 17-jährige Timo Lautscham aus Unterkochen.

Nun zurück zu den sieben Clans, die alle in traditionelle Schottenröcke gehüllt wacker kämpften.
Auf den zweiten Platz kamen „Tug-of-War Chainmaster“, die Gruppe von Rud-Ketten, Unterkochen; die „Mac Maniacs“ aus Heidelberg schafften es auf den dritten, die Unterkochener Feuerwehr „Fire Mac out“ nur auf Platz vier, „Mäc Bär“, die Narrenzunft, errang Platz fünf, der „White Dragon Clan“ aus Crailsheim war auf Platz sieben und das Schlusslicht bildeten die „Highlander Berglen“ aus Schorndorf.
Es waren faire Kämpfe, bei denen der Spaß im Vordergrund stand. Nach dem Bieranstich am Freitagabend gab der Musikverein mit namhaften Musikerinnen und Musikern aus der Region ein großes Stelldichein der Blasmusik unter dem Motto „Blasmusik mit Freunden“. Die „Kochen Clan Pipe Band“ untermalte die Wettkämpfe mit schottischen Klängen aus dem Dudelsack. Die Highlandgames für Kinder mussten wegen des starken Regens auf den Sonntag verlegt werden.
Auch Volker Roth war mit seinen Greifvögeln zu Gast. Am Abend lieferte Uli Hahn eine satte „Saturday Night Fever Party“ mit dem Besten aus vier Jahrzehnten.

Die Kinder haben sich im Gummistiefelweitwurf gemessen.

Susanne Rötter, Schwäbische Post


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