Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Mit Technik und Schweizer Urkraft

Gäste aus den Kantonen Schaffhausen und Bern bei den Unterkochener Highland Games nicht zu schlagen

„Wir sind gerne hier und genießen beim Musikverein Unterkochen immer eine hervorragende Gastfreundschaft, dabei sein ist alles“, sagte der Trainer der Schweizer, Rolf Werner, vor dem Wettkampf. Ein bisschen tiefgestapelt. „Beetroot“ holte sich in überragender Manier den Sieg.

Richtig fit und mit Schweiß auf der Stirn gingen die Schweizer in den Wettkampf. Lag wohl daran, dass ihnen der Coach zum Warmmachen Jogging mit Baumstamm auf den Schultern verordnet hatte.

Zum neunten Mal hatte der Musikverein Unterkochen zu den Highland Games auf den Festplatz am Kocherursprung eingeladen. Sportlicher Kilt-Treff hat Alleinstellungsmerkmal in der Region. Mit von der Partie natürlich auch die Kochen Clan Pipe Band mit Holger Weidner an der Spitze. Als der Musikverein 2008 seinen 60. Geburtstag und die Kochen Clan Pipe Band das zehnjährige Bestehen feierte, war die Idee für die Highland Games geboren worden. Allen voran von Ralph Roth, der sowohl blasmusikalisch im Musikverein als auch bei der Pipe Band aktiv ist. Die Disziplinen und Regeln sind dieselben geblieben.

Man tritt im Einzelwettbewerb zum Fassrollen, Strohholzschlagen, Steinwerfen, Baumstamm-Werfen und zum Hufeisen-Werfen an, und die Mannschaften feilschen um Sekunden und Zentimeter beim Tauziehen, Baumstammschleppen und im Huckepack-Lauf. Harte Konkurrenz wartete auf die Schweizer Truppe. Die Vorjahressieger Kocher Mc Fighters wollten natürlich den Titel verteidigen. Das gemischte Team aus der Region musste sich heuer mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Die Schweizer, die fast immer bei den Highland Games dabei waren und schon zweimal gewonnen hatten, durften sich als Sieger feiern lassen.

Jetzt gab´s endlich das verdiente Bier für die „Schotten“ aus Schaffhausen und Bern und auch da stemmten sie vorzüglich. Dritter wurden die Floriansjünger aus Unterkochen, die als „Fire Mc Out“ ins Rennen gegangen waren und „Glenn Fiddich forty-two“ hinter sich ließen. Nette Geste am Rande: die internationale Note setzte neben den Schweizern der ehemalige Bürgermeister der Aalener Partnerstadt Christchurch, David Flagg, der kurzerhand bei der Kochen Clan Pipe Band einsprang, weil ein Musiker ausgefallen war. Seit vielen Jahren gibt es eine enge Freundschaft zwischen den „Pipes“ aus Unterkochen und Christchurch.

Die Sieger der Unterkochener Highland Games vom Schweizer Team „Beetroot“ machen sich standesgemäß vor dem Wettkampf warm. (Foto: ls)

 

Die Kochen Clan Pipe Band. An ihrem Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen vor acht Jahren entstand die Idee zu den Unterkochener Highland Games.

 

Eine „Beetroot“-Teilnehmerin beim Fassrollen.

 

Lothar Schell, Schwäbische Post


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