Musikverein Unterkochen   

 
 
 

Musikverein spielt in der Wallfahrtskirche

Unterkochener Musiker geben den Startschuss für die Konzerte im Jahr des 250-jährigen Bestehens der Marienkirche

Bis auf den letzten Platz besetzt ist die Marienwallfahrtskirche in Unterkochen am Sonntag beim Kirchenkonzert des Unterkochener Musikvereins gewesen. In diesem Jahr feiert die Wallfahrtskirche ihr 250. Bestehen. Am 8. Mai 1764 wurde der Grundstein für den heutigen, barocken Bau gelegt, der auf den Grundmauern einer weitaus älteren gotischen Kirche steht. Und auch wenn sich das Unterkochener Ortsbild seit jenen Tagen natürlich grundlegend geändert hat, so Musikvereinsvorsitzender Christoph Kaiser, die Kirche oben auf dem Kirchberg stehe seit dieser Zeit wie ein Fels in der Brandung der Zeit. Pfarrer Hermann Knoblauch wies darauf hin, dass im Jubiläumsjahr weitere Kirchenkonzerte und feierliche Messen folgen werden. Den Auftakt machte jetzt der Musikverein unter der Leitung von Werner Wohlfahrt mit einem eindrucksvollen Konzert: Musik zur Freude der Menschen und zum Lobe Gottes.

Die Besucher durften sich an einer gelungenen Mischung aus weltlichen und kirchlichen Kompositionen erfreuen, die vom Musikverein mit hoher technischer und klanglicher Kompetenz und mit sicherem Gespür für die akustischen Besonderheiten in der Wallfahrtskirche gespielt wurde.

 

Dynamische Herausforderungen

Ein großes Blasorchester mit knapp 50 Mitwirkenden in einer Kirche mit langem Nachhall stellt die Musiker und den Dirigenten vor dynamische Herausforderungen. Werner Wohlfahrt und sein Orchester meisterten dies jedoch mit gepflegtem Spiel im Piano wie etwa in einem „Andante religioso“ von Thiemo Kraas, interpretierten aber auch mit eindrucksvollem Klang im kraftvollen Forte beim festlichen Einzug von Hans Hartwig.

Klanggewaltig und mit prägnantem Rhythmus durch umfangreiches Schlagwerk spielten die Unterkochener Blasmusiker die Komposition „Utopia“ vom holländischen „Blasmusikpapst“ Jacob de Haan. Gängige Motive und bekannte Strukturen prägen das Werk, in dem musikalische Bilder einer friedlichen, utopischen Welt immer wieder durch kriegerische Blechattacken und donnerndes Schlagzeug „gestört“ werden.

 

Zuhörer singen freudig mit

Dass er auch als Dirigent nichts von seinem Können auf der Trompete eingebüßt hat, das demonstrierte Werner Wohlfahrt mit weichem, rundem Ton und anmutiger Gestaltung in einem „Air“ für Solotrompete und Orchester von Franz Watz. Bei den traditionellen Wallfahrts- und Marienliedern wie „Segne Du, Maria“ oder „Ein Haus voll Glorie schauet“ durften dann auch die Zuhörer freudig kraftvoll mit singen.


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